„Der Frühling“
„Wenn aus der Tiefe kommt der Frühling in das Leben,
Es wundert sich der Mensch, und neue Worte streben
Aus Geistigkeit, die Freude kehret wieder
Und festlich machen sich Gesang und Lieder.
Das Leben findet sich aus Harmonie der Zeiten,
Daß immerdar den Sinn Natur und Geist geleiten,
Und die Vollkommenheit ist Eines in dem Geiste,
So findet vieles sich, und aus Natur das Meiste.“
Friedrich Hölderlin (1806)
(„Mit Unterthänigkeit d. 24 Mai 1758. Scardanelli.“)
Hälfte des Lebens
Bis zu seinem Tod hat Hölderlin hier Verse geschrieben. 48 Gedichte sind überliefert. In ihrer sprachlichen und rhythmischen Schlichtheit unterscheide…

